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Entscheidung für Kontaktlinsen
Geschrieben von Heinz Wiedow   
Donnerstag, 10. Mai 2007

Kontaktlinsen Für das Tragen von Kontaktlinsen sprechen viele gute Gründe. Für manchen Brillenträger sind ästhetische Vorteile ausschlaggebend, andere nutzen gerne die Möglichkeiten, welche sich durch die Verwendung von Kontaktlinsen beim Sport und während der Freizeit bieten. Doch allein diese Argumente spiegeln nur einen Teil dessen wider, was sich durch Kontaktlinsen erreichen lässt. Randverzerrungseffekte entfallen, Vergrößerungs- oder Verkleinerungseffekte sind recht geringfügig. Im Gegensatz zur Brille wird das Gesichtsfeld nicht eingeschränkt und es muss auch nicht mit Bespritzen oder Beschlagen gerechnet werden. Sehr wichtig ist natürlich auch, dass sich viele Sehfehler mit Kontaktlinsen effektiver beheben lassen als mit Brillengläsern.

Seit Mitte der siebziger Jahre werden bereits sauerstoffdurchlässige, harte Kontaktlinsen angeboten, die jedoch zu dieser Zeit noch häufig zu Unverträglichkeiten führten und zudem recht teuer waren. Mittlerweile sind nicht nur Herstellungstechniken und Materialien ausgereift, sondern auch die bei der Entwicklung erworbenen Erkenntnisse können für Sehbehinderte optimal genutzt werden. Der Kunde hat die Wahl zwischen weichen, gut verformbaren sowie harten, sauerstoffdurchlässigen Linsen. Beide Varianten sind sehr gut verträglich und verfügen über angenehme Trageeigenschaften, wobei die Eingewöhnungszeit für weiche Kontaktlinsen etwas kürzer ist. Welche Kontaktlinsen zum Einsatz kommen, hängt jedoch von den persönlichen Voraussetzungen ab. Weiche Kontaktlinsen sind äußerst flexibel und passen sich der Form der Hornhaut optimal an. Diese so genannten Silikon-Hydrogel-Linsen haben einen Durchmesser von 12 bis 16 mm, weshalb der Linsenrand bei geöffneten Augen unter den Lidrändern liegt. Sie sitzen fast direkt auf der Augenoberfläche und bewegen sich auf dem Tränenfilm der Augen.

Als RGP-Kontaktlinsen werden die harten, sauerstoffdurchlässigen Linsen genannt, welche vorzugsweise bei einer vorliegenden Hornhautverkrümmung gewählt werden. Wie für weiche Kontaktlinsen gilt, dass die Entscheidung von den individuellen Gegebenheiten abhängt. Zwar benötigen harte Kontaktlinsen etwas mehr Eingewöhnungszeit als weiche, jedoch sind sie längst nicht so starr und unverformbar, wie man annehmen möchte. Sie benötigen sogar weniger Pflege, sind haltbarer als weiche Linsen und haben einen geringeren Durchmesser, was die Handhabung zusätzlich vereinfacht.

Handelt es sich nicht um Speziallinsen, die bei bestimmten Augenerkrankungen zum Einsatz kommen, sondern um „normale“ Ausführungen, kann man Kontaktlinsen für unterschiedliche Trage- bzw. Austauschintervalle erwerben. Man unterscheidet zwischen Tages- bzw. Wegwerflinsen sowie solchen für einen Austausch im Wochen-, Zweiwochen-, Monats- oder auch Jahresintervall. Mehrfach zu tragende Linsen müssen jedoch sorgfältig mit entsprechenden Pflegepräparaten behandelt werden, um Beeinträchtigungen beim Sehen und der Augengesundheit auszuschließen.

 

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