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Brustvergrößerung
Geschrieben von Heinz Wiedow   
Donnerstag, 3. Mai 2007
BrustvergrößerungViele Frauen leiden unter dem Aussehen ihrer Brust, die ihrem Empfinden nach zu klein ist, hängt oder asymmetrisch ist. Häufig resultiert aus dieser psychischen Belastung der Wunsch, durch eine Brustvergrößerung bzw. -korrektur das eigene Erscheinungsbild zu verändern.

Die Brustvergrößerung, die fast immer in Vollnarkose erfolgt, dauert etwa 1 bis 2 Stunden und kann ambulant oder auch kurzzeitig stationär erfolgen. Die individuellen Gegebenheiten sind für die Methode entscheidend, doch meist wird ein knapp 4 cm langer Schnitt in der Brustumschlagfalte, um die Brustwarze oder über die Achsel vorgenommen. Dann erfolgt die Vorbereitung der Implantathöhle hinter der Brustdrüse oder hinter dem Brustmuskel, in die der Patientin in halb sitzender Position das Silikonimplantat eingesetzt wird. Hochwertige und auslaufsichere Implantate sind mit formstabilem Gel befüllt. Dabei handelt es sich entweder um Silikongel oder physiologische Kochsalzlösung, wobei die die Füllung umgebende Hülle stets aus Silikon gefertigt wird. Implantate müssen erst dann gewechselt werden, wenn klinische und radiologische Untersuchungen auf durch den unvermeidlichen Alterungsprozess entstehende Gesundheitsfolgen hinweisen.

In einigen Fällen ist es notwendig, neben der Brustvergrößerung noch eine Bruststraffung durchzuführen. Dazu wird die überschüssige Haut entfernt und die Brustwarzen werden höher gesetzt. Allerdings kommt es dadurch zu zusätzlichen Narben.
Schwellungen und Blutergüsse nach der Operation sind normal, relativ selten hingegen kommt es zu vorübergehenden Sensibilitätsstörungen oder Infektionen. Nach dem Eingriff werden die Implantate durch einen festen Verband fixiert und gleichzeitig das Operationsgebiet komprimiert, jedoch wird er nach 1 bis 2 Tagen wieder entfernt. Danach muss die Patientin für 2 bis 3 Wochen einen speziell angepassten Büstenhalter tragen. 10 bis 14 Tage später werden die Hautfäden entfernt. Die Implantatkapseln entwickeln sich innerhalb von 4 Wochen, jedoch lässt sich das endgültige Operationsergebnis erst nach etwa 6 Monaten ersehen.

Sofern es sich bei der Brustvergrößerung nicht um den plastischen Wiederaufbau der Brust nach einer Krebsoperation handelt, tragen die Krankenkassen die Kosten für die Operation nicht, denn sie wird zur Verbesserung des äußeren Erscheinungsbildes durchgeführt. Die privat zu übernehmenden Kosten betragen etwa 5.000 Euro und mehr.

 

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