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Alkoholismus
Geschrieben von Karsten Wollbrück   
Dienstag, 24. Juli 2007

Der Alkoholismus ist zwar eine anerkannte Krankheit, wo jeder auch ein Recht auf Behandlung und Finanzierung durch die Krankenkasse oder den Versicherungsträger hat, aber in vielen Köpfen der Menschen wird ein Alkoholiker als willensschwach und haltlos angesehen.

Die Alkoholabhängigkeit ist aber nicht an gesellschaftliche oder soziale Schichten gebunden, sondern kann jeden erreichen, der Alkohol konsumiert. Egal, welche Erziehung oder welcher Abstammung er entstammt, jeder kann alkoholsüchtig werden.

Alkohol ist eine bewusstseinsverändernde Droge, die von vielen Menschen zur Entspannung, zum Stressabbau oder anderen Gefühlsveränderungen eingesetzt wird. Gerade das bewusste Einsetzen von Alkohol ist der Anfang von Alkoholmissbrauch, der in die Alkoholabhängigkeit enden kann. Ein Betroffener, der gemerkt hat, dass Alkoholkonsum ihm zum Beispiel die Angst vor einer schwierigen Situation nimmt, wird bei ähnlichen Situationen öfter zum Alkohol greifen, um diese Ängste abzubauen.Â

Der Beginn bzw. der genaue Zeitpunkt, wann der Übergang vom Alkoholmissbrauch zum Alkoholabhängigkeit führt, kann im Vorfeld nicht bestimmt werden, aber eins ist sicher, es gibt kein zurück mehr, wenn diese Schwelle überschritten ist. Dann kann die Alkoholkrankheit nur noch durch ein Leben ohne Alkohol zum Stillstand gebracht werden, weil der Alkoholismus eine chronische Krankheit ist und somit nicht heilbar ist.Â

Jeder sollte sich überlegen, ob er es nötig hat, sich durch Alkohol eine Scheinwelt aufzubauen, Alkohol zur Gefühlsveränderung einsetzen muß oder ob ein Leben in der Realität ohne bewusstseinsverändernde Drogen nicht viel schöner ist. Das Risiko zum Alkoholiker zu werden, sollte jeder vor Augen haben.Â

Leider ist die Aufklärung noch nicht auf dem Stand, wie es wünschenswert wäre, aber jeder kann sich selbst überprüfen und seinen Alkoholkonsum in Frage stellen. Die Vorbildfunktion von Erwachsenen unseren Kindern und Jugendlichen gegenüber, kann nicht hoch genug sein.

 

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