Versicherungen
PKV mit erleichterten Aufnahmebedingungen
| PKV mit erleichterten Aufnahmebedingungen |
| Geschrieben von Tina Gase | |
| Freitag, 7. September 2007 | |
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Der Verband der privaten Krankenversicherung (PKV) hat die eigene Branche für weitere Personengruppen zugänglich gemacht. Mit ihrem Angebot gehen die privaten Krankenversicherungen über das hinaus, was sie den Nichtversicherten nach der Gesundheitsreform anbieten müssten. Eine gute Nachricht: Es gibt erleichterte Aufnahmebedingungen für Nichtversicherte in die private Krankenversicherung. Gesetzliche Grundlage ist zunächst das Wettbewerbsstärkungsgesetz, das für die PKV-Unternehmen Annahmezwang, den Verzicht auf Risikozuschläge und eine Begrenzung des Beitrags auf den durchschnittlichen Höchstbeitrag der GKV vorsieht. Die Branche erklärte, dass sie ab August 2007 über diese gesetzlichen Anforderungen hinaus diejenigen der heute Nichtversicherten aufnehmen, die sich bis zum 31. Dezember 2007 im Standardtarif versichern. PKV: Auch private Pflegeversicherung jetzt besser zugänglich Das erweitere Angebot sieht allerdings Wartefristen von drei bzw. acht Monaten vor. Die Vereinbarung dieser Fristen ist notwendig, um zu vermeiden, dass sich Personen nur bei Bedarf versichern, heißt es in einer Erklärung des PKV-Verbandes. Darüber hinaus wurde eine weitere Regelung getroffen, die über die gesetzliche Verpflichtung hinaus geht: Die Branche ist nunmehr auch bereit, den Nichtversicherten gleichfalls erleichterte Bedingungen in der privaten Pflegepflichtversicherung einzuräumen. Die Unternehmen der privaten Krankenversicherung verzichten auch in der Pflegeversicherung - analog zum PKV-Modell - auf Risikozuschläge und begrenzen den Beitrag des Versicherten auf den Höchstbeitrag in der sozialen Pflegeversicherung. Rückkehr in die PKV ohne konkrete Krankheit bislang selten Der Verband reagiert mit diesen Anreizen auf ein Problem, dass sich seit 1. Juli andeutet. Die meisten Nichtversicherten entscheiden sich erst im konkreten Behandlungsfall für eine Aufnahme in die PKV - nur wenige kehren ohne gesundheitsbedingten Anlass zurück. Offenbar warten weiterhin zahlreiche Nichtversicherte auf eine Rückkehr, bis sich der nächste Arztbesuch nicht mehr vermeiden lässt. Mit dem neuen - bis zum 31.12.2007 befristeten - Rückkehrangebot möchte die private Krankenversicherung daher einen Anreiz schaffen, auch ohne konkrete Krankheit bei einem PKV-Unternehmen eine Versicherung abzuschließen. Für Verbraucher ist es zuvor ratsam, sich durch einen Versicherungsvergleich unabhängig zu informieren, welche PKV den individuellen Bedürfnissen am besten gerecht wird. Vorheriger BeitragKassenpatienten versus Privatpatienten der Krankenkassen - Nächster Beitrag: Ist eine Reiserücktrittsversicherung sinnvoll? |
