Kinder & Familie
Die Schulbehörde kümmert sich wenig um Stadtteile wie Hamburg-Harburg
| Die Schulbehörde kümmert sich wenig um Stadtteile wie Hamburg-Harburg |
| Geschrieben von Elke Lohre | |
| Donnerstag, 27. September 2007 | |
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Kinder und Jugendliche, sie haben es in der heutigen Zeit alles andere als leicht. Ihre Spiel- und Lebensräume werden immer kleiner; immer mehr Eltern sind nicht in der Lage, sich um ihre Söhne und Töchter zu kümmern, weil sie beruflich immer stärker in Anspruch genommen werden; und von Seiten der Schule beziehungsweise künftiger Arbeitgebern wird immer mehr Druck ausgeübt, weil bei der Lehrstellensuche nur eines zählt: Gute Zensuren und die kann man durch gute Nachhilfe erreichen. Besonders schwierig haben es diejenigen Heranwachsenden, die in der Großstadt leben. Hierbei kommt es allerdings zu einem echten Paradox. Nehmen wir einmal Hamburg. Dass die Kinder und Jugendlichen, die in Uhlenhorst und Blankenese aufwachsen, eine gute Förderung erfahren, dürfte nicht überraschen. Dass ihre Altersgenossen aus Problemvierteln wie Osdorf oder Kirchdorf Hilfe von Seiten der Behörden bekommen, ist auch nicht verwunderlich. Das Paradox besteht darin, dass diejenigen, die in Stadtteilen, die weder gut, aber eben auch nicht wirklich schlecht sind, zum Beispiel Harburg, sozusagen vergessen werden. Die gleichen Chancen wie ihre Altersgenossen in den Stadtteilen, wo die gutsituierten Familien wohnen, haben sie natürlich nicht; aber da es ihnen nicht so schlecht geht, wie ihren Altersgenossen in den sozialen Brennpunkten, erfahren sie kaum staatliche Hilfe. In den Bereichen Hausaufgabenhilfe, Vorbereitung auf Klassenarbeiten und Abschlussprüfungen, Aufarbeitung von versäumtem Schulstoff, individuelle Lernförderung etc. geht das Hilfsangebot in erster Linie von privaten Instituten aus. Immerhin: Diese Institute machen ohne Zweifel einen wirklich guten Job; das ist wahrscheinlich der Grund, warum viele Harburger Eltern das Hilfsangebot, das eigentlich von staatlicher Seite kommen sollte, gar nicht so sehr vermissen. |
