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Wein zu Curry-Gerichten
Geschrieben von Torsten Schneider   
Montag, 24. September 2007

Asiatische Gerichte werden bei uns immer beliebter und inzwischen sind sie auch oft Bestandteil gehobener Menus. Dabei ergibt sich aber oft die Frage, welchen Wein man dazu servieren soll - eine Frage, die oftnals sehr difizil ist. In diesem kleinen Artikel möchten wir Ihnen eine Hilfestellung für die Wein Auswahl zu asiatischen Curry-Gerichten geben.

In seinem tamilischen Ursprung bezeichnet Curry eine Art Eintopfgericht, das zu Reis oder anderen sättigenden Beilagen gereicht wird. Im Deutschen wird als Curry aber auch eine Gewürzmischung, das Currypulver, mit diesem Begriff bezeichnet. In der asiatischen, besonders in der indischen Küche, werden diese Gewürzmischungen in dieser Form nicht verwendet. Es handelt sich folglich um einen Exportartikel, der sich in Deutschland und dem übrigen Europa großer Beliebtheit erfreut. Eine Ausnahme bildet Großbritannien, dass durch die Kolonialzeit in Indien eine anderes Verhältnis zum Curry aufgebaut hat als das übrige Europa. In der britischen Küche wird unter dem Begriff Curry ebenfalls ein Eintopfgericht verstanden, das mit Fleisch, Gemüse oder Fisch zubereitet werden kann. In der thailändischen Küche wird unter Curry im Allgemeinen ein Gericht verstanden, das suppenähnlich ist und Kokosmilch enthält.
Das Currypulver wird aus verschiedenen Gewürzen zusammengestellt, dazu gehören Chili, Pfeffer, Senfkörner, Kardamon, Bockshornklee, Cumin (Kurkuma), Nelken, Zimt, Koriander, Ingwer, Muskat, Knoblauch, Sternanis, Tamarinde, Mohn, Fenchel und Lorbeerblätter. Die Zusammensetzung kann je nach Mischung variieren und durchaus einige andere Gewürze enthalten. So können geschmacklich große Abweichungen erreicht werden. Zusätze wie Mehl, Linsen oder Sellerie haben in einer guten Currymischung nichts zu suchen. Sind derartige Bestandteile enthalten ist dies ein untrüglicher Hinweis auf mindere Qualität. Ein wirklich gutes Currypulver setzt sich ausschließlich aus verschiedenen Gewürzen zusammen!
Die typisch gelbe Farbe erhält das Currypulver übrigens vom Cumin oder auch Kurkuma.
Curry gibt es übrigens nicht nur als Pulver, sondern auch als Paste, die wie das Pulver auch, zum Würzen von Speisen verwendet werden kann. Angebrochen muss die Paste an einem kühlen Ort gelagert werden, damit sie nicht verdirbt. Diese Gewürzpasten eigenen sich besonders gut, um ein Curry im traditionellen Sinn zuzubereiten, aber auch zum Marinieren von Fisch oder Fleisch.

Welchen Wein könnte man nun zu Curry-Gerichten empfehlen? Grundsätzlich ist zu sagen, daß sich hier vor allem Weißweine eignen. Ein Rotwein zu einem Curry-Gericht passt eher selten, da Gerichte dieser Art oft eher halbtrockene Weine als Gegensatz brauchen, welche aber bei hochqualitativen Rotweinen eher nicht zu finden sind. Eine Ausnahme können hier sehr fruchtige Weine der Syrah-Rebe sein - dies aber auch eher zu Kombination aus Lammfleisch und Curry. Im allgemeinen aber, empfiehlt sich eher Weißwein. Besonders zu nennen ist hier der Gewürztraminer (bzw. Traminer), der vor allem in halbtrockenen Varianten oftmals eine ideale Ergänzung zu würzigen asiatischen Gerichten darstellt. Hier bieten sich zum Beispiel Weine aus der Steiermark an oder auch Traminer aus dem Elsaß. An deutschen Weißweinen gefällt oftmals ein halbtrockener Riesling gut zu einem Curry-Gericht.

 

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