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Laminat verlegen - Prüfliste und Tipps
Geschrieben von Peter Bödeker   
Montag, 8. Oktober 2007

Ehe Sie mit dem Laminat verlegen starten, sollten Sie sich etwas Zeit nehmen und sich über grundlegende Punkte einige Gedanken machen. Heimwerken sollte man sehr gut vorplanen! Wir haben dazu für Sie eine Checkliste erstellt, die nach unserer Ansicht alle elementaren Vorüberlegungen beinhaltet.

    • * Laminat ist in erster Linie für die schwimmende Verarbeitung erdacht. Sollten Sie gleichwohl das Laminat vollflächig kleben wollen, erkundigen Sie sich beim Holzhändler, welches Laminat zweckmäßig ist und welcher Kleber verwendet werden sollte. Ansonsten gelten die gleichen Bedingungen an den Untergrund wie bei der Verklebung von Parkett (siehe Parkett verlegen)
    • * Der Untergrund muß grade, trocken und fest sein.
    • Da Laminat sehr dünn ist, übertragen sich Unebenheiten den Umständen entsprechend unmittelbar, sodaß bei Bedarf mit Ausgleichsmasse ausgeglichen werden muß. In neuen Bauten sollte grundsätzlich der Estrich auf Feuchtigkeit mit einem CM-Feuchtigkeitsmessgerät geprüft werden. Um das Vabanquespiel weiter aufsteigender Feuchte zu senken, sollte eine min. 2 mm dicke PE-Folie auf dem Estrich gelegt werden, wobei darauf zu achten ist, dass Folienbahnen min. 30 cm überlappen und am Fußbodenrand soviel Folie stehen bleibt, dass noch ein Stück Folie an der Wand hinter der abschließenden Sockelleiste stehen bleibt. Nur so ist gewährleistet, dass keine Feuchtigkeit über den Fußbodenrand in den Laminatboden eindringen kann.
    • * Zu keiner Zeit Laminat im Badezimmer oder Keller benutzen, da die Umgebung zu feucht ist.
    • * Laminatverlegung auf Fußbodenheizung ist generell realisierbar, hingegen muß das Laminat deutlich für die Verarbeitung auf Fußbodenheizung zweckmäßig sein. Zweckmäßig sind nichtsdestotrotz nur Warmwassersysteme. Auf elektrischer Fußbodenheizung sollte nicht ausgebreitet werden. Bei neuen Heizestrichen ist vom Heizungsbauer ein Auf-und Abheizprotokoll zu erstellen. Sobald dieses Protokoll erstellt wird, muß der Fußboden eine Zeit lang liegen.(Zement-Estriche wenigstens 25 Tage, Anhydrit-Estrich min. 15 Tage). Nach dem Protokoll muß eine CM-Messung des Estrichs gemacht werden, um den Feuchtigkeitsgehalt zu ermitteln. Dabei dürfen Zement-Estriche max 1,8 CM % und Anhydrit-Estrich max 0,3 CM % Feuchtigkeit haben.
    • Bei Fußbodenheizung sollte im Grunde eine PE-Folie verlegt werden (wie oben beschrieben) Die Verlegetemperatur des Estrichs sollte an der Oberfläche ca.18° Celsius und die relative Luftfeuchtigkeit unter 70% betragen. Nach dem Verlegen muß die Oberflächentemperatur 3 Tage� kontinuierlich bei ca. 18° C bleiben, danach in den nächsten 3 Tagen sollte die Temperatur schrittweise auf Bedarfstemperatur erhöht werden.
    • * Grundsätzlich sollte die Raumtemperatur während der Verlegung bei ca 18°Celsius liegen und die relative Luftfeuchte unter 70 %.
    • * Wenn Sie das Laminat bestimmen, überdenken Sie in welchem Bereich Sie das Laminat einsetzen wollen. Das Laminat kann dann mit der notwendigen Beanspruchungsgruppe ausgewählt werden.
    • * Machen Sie ein genaues Aufmaß von den Räumen, in denen der Boden verlegt werden soll. Wenn Sie im wilden Verband legen, müssen Sie auf die erechnete Grundfläche in m² ca.5-10% als Verschnitt ergänzen. Klären Sie mit Ihrem Holzhändler ab, dass verschlossene Pakete zurück genommen werden dürfen.
    • * Die Pakete sollten ca. 2 Tage nicht geöffnet in dem Raum liegen, wo der Fußboden ausgebreitet werden soll, damit sich das Laminat an das Raumklima gewöhnen kann.
    • * Denken Sie an die notwendige Trittschalldämmung und ggf. an Sockelleisten als Wandabschluß. Ebenso müssen Übergangs- Ausgleichs-und Abschlußprofile vor Beginn des Verlegens erworben werden.

 

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